Als Tourist mit Krypto bezahlen

Der Bitcoin ist mittlerweile eine regelrechte Legende geworden. Viele Sagen, um plötzlich reich gewordene Trader ranken sich um ihn, wie auch Sagen von Menschen, die mit ihm alles verzockt haben. Der Bitcoin und auch alle anderen Kryptowährungen, wie beispielsweise Etherium, haben eins gemeinsam, sie sind allesamt extrem volatil.

Das Traden mit diesen Währungen gleicht für Außenstehende eher einem Glücksspiel. Der Bitcoin ist heutzutage fast eine reine Spekulationswährung. Nur sehr wenige Onlineshops, als auch ein paar Einzelhändler und Restaurants, bieten die Möglichkeit mit ihm zu bezahlen. Auf Rügen soll es allerdings demnächst ein paar Restaurants geben, die eine Bezahlung auch mit Kryptowährungen anbieten wollen.

Restaurants auf Rügen wollen den Bitcoin als Zahlungsmittel zulassen

Immer mehr Händler und Gastronomen in Deutschland bieten ihren Kunden auch die Möglichkeit per Bitcoin zu bezahlen. Auch wenn sich die Anzahl derer noch sehr überschaubar ist, gibt es einen leichten Aufwärtstrend zu erkennen. Dadurch, dass der Bitcoin immer mehr an Bekanntheit erlangt, steigt auch das Interesse bei Geschäftsführern ihren Kunden eine Zahlung mit Kryptowährungen zu ermöglichen. Eine Einrichtung des Coins als Bezahlsystem ist denkbar einfach und in nur wenigen Schritten durchgeführt.

Auf Rügen haben jetzt auch schon einige Gastronomen in Betracht gezogen, zukünftig den Inselurlaubern bei sich auch eine Zahlung mit Kryptowährungen zu ermöglichen. Der Gastronom braucht hierzu lediglich eine Wallet bei einem der zahlreichen Anbieter im Netz anzulegen und schon kann es im Grunde losgehen. Wichtig ist nur, dass die Umrechnung von anderen Währungen zum Bircoin tagesaktuell erfolgt. Würde eine Umrechnung mit ca. einem Tag Verzögerung stattfinden, kann man in der Zeit von der Bestellung und Buchung bis zur Umrechnung einen Haufen Geld durch Kursverluste verlieren, denn Kryptowährungen gehören zu den volatilsten Finanzmarktprodukten überhaupt. Hier zeigt sich dann auch die Schwachstelle als Währung, bzw. Wertaufbewahrungssystem.

Wie funktioniert der Bezahlvorgang im Restaurant?

Um per Bitcoin bezahlen zu können, benötigt der Kunde eine Wallet oder eine App, die mit dem Bezahldienst des Restaurants Verbindung aufnimmt. Der Bitcoin Preis der Ware wird nach der Bestellung mit dem aktuellen Bitcoin Kurs berechnet und die Coins können „rollen“. Falls eine Bestellung storniert werden sollte, erfolgt die Rückzahlung immer in der entsprechenden Landeswährung. Bitpay ist hier aktuell der am häufigsten genutzte Zahlungsanbieter, der vor Ort eine Zahlung, per Bitcoin, technisch möglich macht.

Von Bitcoin bis Dogecoin: Die Geschichte der Kryptowährungen

Am Anfang gab es nur eine einzige Kryptowährung am Markt und das war der Bitcoin. Ein paar Jahre später konnte man einen Coin für rund 5000 € an der Börse einkaufen. Ein Japaner mit dem Benutzernamen Satoshi Nakamoto stellte eine erste funktionale Bitcoin Technologie vor. Es wurde für peer to peer Transaktionen konzipiert und ist in seiner Struktur dezentralisiert. Dezentralisiert bedeutet, dass es für die Datenverarbeitung und Speicherung keine zentralen Serversysteme verwendet werden. Dabei ist der Coin Bankenunabhängig, auch wenn viele große Banken, darunter auch Zentralbanken, wie die amerikanische FED, an einer eigenen Kryptowährung arbeiten. In den USA hat hierzu bereits jeder Amerikaner per Gesetz Anrecht auf ein kostenloses Zentralbankkonto für Kryptowährungen. Der dezentralisierte Ansatz wird bei einem Start von Kryptowährungen von den Zentralbanken dann wohl dahin sein und auch Coin, wie der noch junge Dogecoin dürften dann der Vergangenheit angehören, wenn diese Riesen ihre Coins an die Völker dieser Erde ausgeben. Besser man hat zu diesem Zeitpunkt die Coins in seinem Wallet bereits in Echtgeld umgetauscht, da es zu dem Zeitpunkt wohl kurstechnisch nahe null stehen dürfte. Aber auch diese Annahme ist natürlich spekulativ.